FCR (Forwarder's Cargo Receipt) ist ein von der International Federation of Freight Forwarders Associations (FIATA) empfohlenes Dokument zur Verwendung durch internationale Spediteure. Im wahrsten Sinne des Wortes dient dieses Dokument als Quittung, die der Spediteur bei Erhalt der Ware ausstellt, und nicht als Transportdokument. Basierend auf dem von FIATA bereitgestellten Muster-FCR und seiner Verwendung geben Spediteure jedoch auf der Vorderseite des FCR deutlich sichtbar an: „Wir stellen die Waren unter die Kontrolle des Empfängers oder liefern sie auf der Grundlage unwiderruflicher Anweisungen an den Empfänger.“ Wenn im FCR lediglich angegeben ist, dass die Güter „unter die Kontrolle des Empfängers gestellt“ werden, besteht ein rechtliches Vertretungsverhältnis zwischen dem Spediteur und dem Empfänger. In diesem Fall holt der Spediteur die Ware ab, konsolidiert die Sendungen und bucht den Frachtraum gemäß den Anweisungen des Empfängers. Dabei fungiert der FCR in erster Linie als Empfangsbestätigung für die Ware und nicht als Versanddokument. Viele internationale Supermarkteinkäufer wie Wal-Mart und K-Mart nutzen diese Methode häufig.
Wenn im FCR jedoch „Lieferung der Waren an den Empfänger“ angegeben ist, verpflichtet sich der Spediteur, die Waren gemäß den im FCR festgelegten Transportanforderungen an ihren Bestimmungsort zu „transportieren“. In dieser Situation übernimmt der Spediteur faktisch den rechtlichen Status eines Non-Vessel Operating Common Carrier (NVOCC) und das ausgestellte FCR sollte als Transportdokument betrachtet werden, das als Nachweis des Transportvertrags dient, der dem chinesischen Seegesetzbuch unterliegt. Artikel 80 dieses Kodex legt fest, dass vom Frachtführer ausgestellte Dokumente, bei denen es sich nicht um einen Frachtbrief handelt, als vorläufiger Nachweis des Seefrachttransportvertrags und des Erhalts der in diesem Dokument aufgeführten Waren dienen.
Häufige Szenarien entstehen, wenn Käufer große Mengen am Exportstandort beschaffen oder Bestellungen durch Agenten oder Niederlassungen aufgeben. Dieser zentralisierte Versand spart nicht nur Transportzeit, sondern senkt auch die Frachtkosten. Daher weisen Agenten oder Niederlassungen häufig Exporteure oder Lieferanten an, die Waren an den Spediteur zu übergeben. Der Spediteur bucht mehrere Container bei der Reederei vor und ist für deren Verladung verantwortlich. Sobald die Ware am Entladehafen oder Zielort ankommt, übernimmt der Spediteur die Abholung der Container oder deren Verteilung an verschiedene Empfänger und spart so viel Zeit und Kosten.




